Familienkongress ist eröffnet - Wir machen Politik!

Lebenshilfe mischte mit

Eröffnungsrede Ulla Schmidt

Lebenshilfe ist Familie. Mit diesen Worten eröffnete Ulla Schmidt, MdB und Bundesgesundheitsministerin a.D. und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe am Freitag, 6. September den dreitägigen Familienkongress im Berliner FEZ.
Vor über 300 Teilnehmern erinnerte Schmidt an die Ausgangssituation der Lebenshilfe, die vor über 50 Jahren von Eltern, Familien und Fachleuten ins Leben gerufen wurde, um etwas zu bewegen. An dieser Ausgangssituation hat sich bis heute nichts geändert. Nach wie vor sind die Elternverbände die tragenden Säulen der Lebenshilfe. Für die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe seien vor allem die Kraft und der Zusammenhalt in den Lebenshilfefamilien beeindruckend. „Diese Solidarität ist vorbehaltlos und wünschenswert für die gesamte Gesellschaft“, sagte Schmidt. Das gelte gleichermaßen für die Inklusion. Hier hat laut Schmidt die UN-Konvention von 2009 Tolles geleistet - das Recht auf Teilhabe für Menschen mit Behinderung ist ein Menschenrecht. „Eine gute Politik muss für alle Familien, auch für Familien mit behinderten Kindern gerecht werden, das heißt, Kita, Schule, Hort und Ausbildung für alle mit Förderung und Unterstützung, die benötigt wird. Wir wollen, dass Menschen mit Behinderung auch das Recht haben, eigene Familien gründen zu können“, betonte Schmidt. Für all diese Forderungen und Anliegen braucht man neben der Politik auch starke Partner an der Seite. Beispielsweise die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF). Der Vorsitzende der AGF, Dr. Klaus Zeh fand in seiner anschließenden Rede klare Worte. „Familien sind die Basis der Gesellschaft. Ohne Familien ist kein Staat zu machen“. Der heutige Tag ist für das Thema WIR MACHEN POLITIK! ein gut gewählter Tag. Heute vor 60 Jahren wurde das Bundesministerium für Familien eingeführt, erinnerte Zeh. Aber auch 60 Jahre später gibt es noch sehr viel zu tun. Dr. Klaus Zeh: “Was fehlt, jenseits von Sonntagsreden, den Kindern eine aussichtsreiche und gesicherte Zukunft zu bieten. Aufgabe der Politik ist es, Rahmenbedingungen für die unterschiedlichsten Lebenslagen zu schaffen. Jeder Mensch müsse die Wahlfreiheit haben, um eigene Bedürfnisse umzusetzen - ganz gleich, für welches Familienmodell man sich dabei entscheidet, ob Groß- oder Kleinfamilie, Patchwork-Familie, Alleinerziehend, ob mit oder ohne Behinderung,…“. Ein ganz zentrales Thema spielt dabei auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das ist nach wie vor für die meisten Familien ein Drahtseilakt, sagte Zeh. Insofern ist es wichtig, sich einzumischen, mitzureden und sich auszutauschen. Nicht nur auf dem Kongress, sondern auch darüber hinaus. „Wir sind auf die Erfahrungen der Familien angewiesen“, sagte Zeh abschließend.
Wir, der Lebenshilfe Brandenburg/ Havelland-Fläming e.V., waren beim dreitägigen Familienkongress dabei, haben viele interessante Gespräche an unserem Informationsstand geführt und den einen oder anderen Kontakt zu Eltern anderer Bundesländer aufgenommen. Die neuen Erkenntnisse werden wir zur Förderung von jungen Familien in unserer Arbeit aufnehmen und weiterentwickeln.


Fotos von dieser Veranstaltung

Programm unter www.lebenshilfe-familienkongress.de

 
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