Fachtagung in Potsdam: Digitale Barrierefreiheit für alle
Am 30. Juni 2026 nahmen wir an der Fachtagung „Stadt, Land, Bund – Digitale Barrierefreiheit für alle" in Potsdam teil. Eingeladen hatten das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg sowie die Überwachungsstelle des Bundes für Barrierefreiheit von Informationstechnik (BFIT-Bund). Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen aus Bundes- und Stadtverwaltung, Wirtschaft, Verbänden und der Potsdamer Zivilgesellschaft.
Barrierefreiheit als Steuerungsaufgabe
Eine Erkenntnis zog sich durch viele Vorträge: Digitale Barrierefreiheit ist keine rein technische Aufgabe – sondern vor allem eine Frage von Verantwortung, Steuerung und Haltung. Und sie gelingt am besten, wenn Menschen mit Behinderung von Anfang an mitgestalten. Davon profitieren alle – nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern alle, die in bestimmten Situationen auf zugängliche Angebote angewiesen sind.
Barrierefreiheit als Prozess
Praxisbeiträge – u. a. von Otto (Online-Versand) und zur App der Verkehrsbetriebe Potsdam – verdeutlichten: Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein andauernder Prozess. Er braucht neben Fachkenntnis auch Empathie und klare Zuständigkeiten.
Das Engagement beim Publikum und in den anschließenden Gesprächen war spürbar. Fachwissen und Informationen sind vorhanden. Jetzt kommt es auf die Umsetzung an.