Ein Fallbeispiel - Ankommen und verstehen – Beratung für Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund
Hintergrund: Eine Familie wandte sich an unsere Beratungsstelle. Ihr Sohn, ein junger Mann Anfang 20, hat eine geistige Behinderung. Die Familie ist vor einigen Jahren nach Deutschland gekommen und kennt das hiesige Hilfesystem kaum. Sprachbarrieren, unbekannte Behördenstrukturen und Unsicherheiten rund um den Aufenthaltsstatus erschwerten den Zugang zu dringend benötigten Unterstützungsleistungen. Die Eltern waren erschöpft und wussten nicht, an wen sie sich wenden können.
Unsere Unterstützung umfasste:
- Beratung zu Leistungen der Eingliederungshilfe und Antragstellung
- Klärung von Ansprüchen in Bezug auf Aufenthaltsstatus und Sozialleistungen
- Begleitung zu Behördenterminen und Unterstützung bei der Kommunikation
- Vermittlung von Sprachmittler*innen für wichtige Gespräche
- Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Förder- und Tagesstrukturangeboten für den Sohn
- Vernetzung mit der Migrationsberatungsstelle für weiterführende Unterstützung der Familie
- Beratung zu Nachteilsausgleichen und dem Schwerbehindertenausweis
Verlauf: Die Beratung erforderte besondere Sensibilität für die kulturellen Hintergründe der Familie sowie eine enge Zusammenarbeit mit anderen Beratungsstellen. Durch geduldige, schrittweise Begleitung gewann die Familie Vertrauen und Sicherheit im Umgang mit dem deutschen Hilfesystem.
Ergebnis: Der junge Mann erhält nun regelmäßige Förderung in einem Tagesstrukturangebot. Die Familie fühlt sich besser informiert und handlungsfähig. Die Eltern wurden entlastet und wissen, an wen sie sich bei weiteren Fragen wenden können.
Unsere Botschaft: Unser Beratungsangebot ist offen für alle – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Aufenthaltsstatus. Wir finden gemeinsam einen Weg.
DU BIST NICHT ALLEIN. WIR GEHEN MIT.